SPD – Ergebnisse der Meinungsumfrage: Nahversorgung in der Siedlung

Ratsfraktion

Eines der wichtigsten Themen, das der Stadtrat in nächster Zeit beschließen und umsetzen muss, ist ein schlüssiges Nahversorgungskonzept für das gesamte Gemeindegebiet.
Immer wieder werden nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch die Stadträte der SPD -Fraktion auf die zukünftige Nutzung und Entwicklung des ehem. Diska - Marktes in der Ziegelhütte, des ehem. REWE - Marktes am Adlerberg und vor allem auf das fehlende Nahversorgungsangebot mit Lebensmitteln in der Siedlung angesprochen.

Speziell die geplante „Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich Siedlerfestplatz“ sorgte für kontroverse Diskussionen. Bei nicht wenigen Bewohnern der Siedlung rief der vorgeschlagene Standort des geplanten Supermarktes energischen Protest hervor. Nach Bekanntgabe der Pläne sind innerhalb kürzester Zeit 154 Unterschriften gegen den Bau eines Supermarktes bei der Stadtverwaltung eingegangen.

Auch aufgrund der ablehnenden Meinung dieser Bürgerinnen und Bürgern wurde dieser Standort einstweilen zurückgestellt. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung in einem weiteren Bauleitplanverfahren eine Alternative zum Standort „Siedlerfestplatz“ zu suchen. Trotz einiger fachlicher Bedenken gegen den neu festgelegten Standort wurde einstimmig die Freifläche vor der Apostelkirche als möglicher Standort für eine Nahversorgungseinrichtung in der Siedlung festgelegt und somit das Bauleitverfahren eingeleitet.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die zahlreich beteiligten Träger öffentlicher Belange dieser neuen Standortwahl auch zustimmen werden. Bei einer möglichen ablehnenden Stellungnahme würde der Siedlerfestplatz erneut als gut geeigneter Standort in den Focus rücken.

Auch dieser Umstand war für die SPD - Stadtratsfraktion ein Grund, eine Meinungsumfrage in der gesamten Siedlung durchzuführen. Das Verteilungsgebiet entsprach exakt dem der Haushaltsbefragung, welche zuvor von der Stadt durchgeführt worden ist.
Die Notwendigkeit einer Nahversorgung in der Siedlung steht für die Fraktion außer Zweifel. Die alles entscheidende Fragen, „Können Sie sich einen Markt auf dem Siedlerfestplatz vorstellen“ oder „soll der Siedlerfestplatz auf jeden Fall in seiner jetzigen Form bestehen bleiben“, wurde jedoch durch die SPD - Fraktion erstmals konkret aufgeworfen.

Die Resonanz darauf war mit 310 abgegebenen Fragebögen überwältigend. Auch deswegen, weil die Befragten gebeten wurden, den ausgefüllten Fragebogen bei Stadtrat Günther Rosmann zurückzugeben. Somit musste auch ein „Bringservice“ erbracht werden.

Es wurde jedoch nicht nur der Fragebogen ausgefüllt, sondern auch ergänzende Anmerkungen gemacht. U.a.: Bitte anderen Standort wählen; Nur eine Bäckerei würde genügen; Es gibt in der Siedlung genügend leerstehende Objekte; Es wäre eine Schande, wenn noch mehr Natur zerstört werden würde; Die Wiese neben dem Freibad wäre besser geeignet, Egal welcher Standort, er muss nur zu Fuß erreichbar sein.

Fraktionsvorsitzender Hagen Rothemund betont, dass es sich bei der Meinungsumfrage um keine wissenschaftlich fundierte Analyse handelt: „Nachdem sich jedoch aus 56% der abgegebenen Fragebögen ein Votum für ein Beibehalten des Siedlerfestplatzes in seiner jetzigen Form ergibt, wird diese tendenzielle Meinung in die weiteren Diskussionsbeiträge der SPD - Stadtratsfraktion einfließen.“